Krankheitserfahrungen

Hier sind wir bei einem Thema, bei dem es einiges zu berichten gibt. Ich habe darauf bestanden und es in unserer 3er-WG durchgeboxt, dass meine Krankheitserfahrungen veröffentlicht werden. Schließlich kann es durchaus sein, dass einigen meiner Artgenossen ein ähnlicher  Leidensweg erspart bleibt. Zum Thema.

Ganz zu Anfang wurde durch Röntgen bei mir eine Arthrose in beiden vorderen Schultergelenken festgestellt. Da diese Krankheit außer durch eine Operation unheilbar ist, haben wir durch Zufüttern von verschieden Mitteln (z.B. Canosan) versucht eine Besserung zu erreichen. Meiner Meinung nach taugen diese Mittelchen nicht viel, denn eine gravierende Besserung trat erst ein als wir das große Glück hatten, unseren Tierheilpraktiker Friedrich Braun (s. Links) kennen zu lernen. Schade, dass dies so spät passierte. Hier sind wir nun bei dem Punkt, bei dem ich den konventionellen Tierärzten einen großen Vorwurf machen muss. Friedrich hat die Problematik im Ganzen gesehen und nicht versucht nur die Symptome zu behandeln. Zuerst wurde das Futter umgestellt (YARRAH), dann mein Gewicht reduziert und schließlich eine homöophatische Behandlung eingeleitet. Das Ergebnis war ernorm. Zu der Sache mit dem Gewicht will ich folgendes sagen. Jedes Kilo zuviel ist tödlich für die Gelenke, außerdem macht es schlapp und träge. Die Folge: Keine Bewegung, keine Muskulatur. So zieht sich die Spirale immer weiter zu. Also erst mal Abspecken!!!

Irgendwann mit 5 Jahren hatte ich eine Zyste im Nackenbereich. Supereklig! Nach etlichen Wochen ausdrücken und ausspülen bekam ich sie ausoperiert.

Vor ca. 3 Jahren wurde ich auch noch kastriert. Nachdem meine Prostata so angeschwollen war, dass sie auf den Darm drückte, wurde ich zuerst mit Hormonen behandelt damit diese abschwillt. Danach wurde kastriert. Was bis dahin noch keiner wusste, der Druck auf den Darm sollte noch gravierende Folgen haben. 
Vor  ca. 2 Jahren hatte ich plötzlich Probleme Kot abzusetzen, d.h. ich musste mich immer öfters "hinsetzen". Verschiedene Tierärzte vermuteten immer, dass das Problem mit den Analdrüsen zusammenhängt. Also jedes mal ausdrücken und spülen. Das tat so furchtbar weh, dass ich schließlich eine Panik bekam, wenn ich einen Tierarzt nur roch. Nach mehren Monaten hat Friedrich uns geraten eine Darmspiegelung machen zu lassen. Die besten Vorschläge kamen im übrigen meistens von Friedrich. Hier kommt die Tierklinik Heidelberg mit Dr. med. vet. M.Maurer ins Spiel.

In der Tierklinik Heidelberg ließ ich dann eine Darmspiegelung über mich ergehen. Die Diagnose von Dr. Maurer, war ein stark entzündeter Enddarm. Dr. Mauerer bestätigte, was ich so lange Zeit erdulden musste - Schmerzen ohne Ende. Für die Behandlung verordnete er Prednisolon® (Cortison) und Azulfidine®, ein Medikament aus der Humanmedizin, das ausschließlich unterstützend für den Enddarm ist (bekommen auch Morbus Cron Patienten). Unterstützend dazu zogen wir noch Friedrich mit einer homöopathischen Behandlung dazu. Die Homöophatie schlug aber nicht an, vermutlich wegen den konventionellen Medikamenten. 
So kam es, dass ich über einen längeren Zeitraum immer wieder regelmäßig Probleme mit dem Darm hatte. Auf jeden Fall heilte er nie richtig aus und so kam eines Tages der Supergau.

Mein Herrchen stellte bei einer Routinekontrolle meines Allerwertesten zwei winzig kleine Öffnungen fest. Also sofort zur Tierklinik. Die Diagnose war niederschmetternd - 2 perianale Fisteln. Das Krankheitsbild solcher Fisteln sieht folgend aus, die Fisteln werden immer größer, eventuell bis Faustgröße (die Bilder die es im Internet gibt sind der blanke Horror). Irgendein Allerweltsdoktor hätte mir wahrscheinlich die Spritze gegeben, denn perianale Fisteln sind in der Regel unheilbar. Dr. Maurer meinte jedoch, wir hätten noch eine Möglichkeit. Das "Zaubermittel" heißt Sandimun®. Das Problem ist der Preis. Da es sich um ein Hightech - Medikament aus der Humanmedizin handelt, hätten sich die Kosten der Behandlung monatlich auf ca. 600 Euro belaufen. Doch auch hier wusste Dr.Maurer wieder eine Lösung. Er kombinierte Sandimun® mit einem Immunhemmenden Mittel namens IMUREK® und Azulfidine® . Das Resultat war überraschend gut, ich reagierte viel besser als mit dem Cortison. Die Entzündung klang komplett ab. Die Fisteln wuchsen nicht mehr weiter.  Nach kurzer Zeit konnten wir ganz auf Sandimun® verzichten. Mittlerweile ist mehr als ein Jahr vergangen und in der niedrigsten Dosierung bekomme ich (wahrscheinlich bis zu meinem Lebensende) Imurek® und Azulfidine®. Zur aller Überraschung sind noch die Fisteln verheilt und ich bin prinzipiell beschwerdefrei.
Da ich Immunhemmende Mittel bekomme schließe ich daraus, dass es sich bei mir um eine Autoimmunerkrankung handelt, d.h. ich muss alle 3 Monate ein Blutbild wegen meinem Leukozytenstatus machen lassen. Außerdem muss ich regelmäßig meine Tränenflüssigkeit wegen den Azulfidinen® testen lassen.
Zwischendurch habe ich eine Schäferhundpyodermie, d.h. eine Entzündung der Haut. Dies kommt wahrscheinlich vom gehemmten Immunsystem. Zur Behandlung bekomme ich ein spezielles Hautantibiotikum (aber nicht regelmäßig).

Zum Abschluss will ich folgendes sagen, mit großem Einsatz haben wir es geschafft, dass ich beschwerde- und schmerzfrei leben kann. Natürlich muss ich bis zum Lebensende Medikamente nehmen, aber es gibt nun mal keine Alternative und zu den Kosten will ich folgendes sagen: Ich bin der beste Hund auf der Welt und es steht wohl außer Frage, ob meine Menscheneltern die Kohle für mich oder für anderen technischen Schnickschnack (der eh nach einem halben Jahr alter Käse ist) ausgeben.

Fazit nach solch einer Odyssee gibt es nur ein Schluss:
Das Wichtigste ist, dass man bei solchen Problemen  kompetente Hilfe zur Seite hat.

 

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Aktueller Stand 09.05.2006:  Stevie ist gestorben - nichts ist mehr wie es war.........

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